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FCI Gruppe 10

Sektion3 kurzhaarige Windhunde

FCI Standard Nr. 285


Der Galgo español ist der traditionelle Windhund Spaniens.

Früher wurde er für die Jagd auf  Kaninchen, Füchse und sogar Wildschweine verwendet, jedoch war und ist die Verwendung dieser Rasse bis auf den heutigen Tag die Hasenjagd im Gelände. 

 

 v.l.n.r.: Randeros Haydée Alba,San Agustin del Guadalix Asira, San Agustin del Guadalix Culta

 

 

Geschichte und Aussehen:

 

Schon viele Jahrhunderte vor Christus jagten die Kelten mit Windhunden, die die Spur des Wildes nicht mit der Nase verfolgten, sondern mit ihren scharfen Augen. Windhunde sind sogenannte Sichtjäger. Sie sind schnell und wendig genug, ihre Beute im Lauf einzuholen. Als wertvolle Jagdhelfer begleiteten sie die Kelten auf ihren Wanderungen und fanden so Verbreitung in ganz Europa. So gelangten sie auch auf die iberische Halbinsel, als die Kelten im 6. Jahrhundert v. Chr.über die Pyrenäen dorthin vordrangen. Des Weiteren war vermutlich der Sloughi, der im Mittelalter von maurischen Herrschern mitgebracht wurde, an der Entwicklung der Rasse beteiligt.


Seither wird der Galgo Español in seiner Heimat als Jagd- und Hetzhund genutzt und er ist eng mit der spanischen Tradition verbunden.

Seinen Namen hat er wahrscheinlich von der antiken Bezeichnung canis gallicus, keltischer Hund. Dies wurde im Laufe der Zeit zum heutigen Ausdruck Galgo español.

 

Im Jahre 1972 wurde die Rasse durch die Herausgabe eines Standards von der FCI anerkannt. In den Jahren 1982 und 2002 wurde der Standard nochmals überarbeitet. Der heutige Standard der Galgos Españoles ist sehr detailliert und präzise.

Er beschreibt eine Anatomie, die der speziellen Verwendung eines auf Sicht jagenden Windhundes für die ausdauernde Hasenjagd im Gelände gerecht wird.

Wesentliche Punkte des Standards sind die Unterschiede zum englischen Greyhound. Für Laien ist ein Unterschied oft schwer erkennbar, dem Kennerblick präsentieren sich aber zwei in ihrer Morphologie völlig unterschiedliche Hunde.


Der Greyhound ist ein Sprinter auf Kurzstrecken und wird seit Jahrzehnten auf Schnelligkeit für die Verwendung auf der Rennbahn gezüchtet. Der Galgo Español muss über lange Strecken auf unwegsamem Gelände jagen können und besitzt daher im Gegensatz zum Greyhound eine flache Muskulatur, die charakteristisch für Langstreckenläufer ist. Die unterschiedliche Verwendung beider Rassen hat ihren Typ geprägt.  (form follows function).  

 

Der erste Eindruck zeigt einen eher filigranen, eleganten  Hund von ca. 60-70 cm Schulterhöhe.Die Erscheinung ist in allen Teilen langgezogen, was besonders den Kopf, den Brustkasten und die Rute betrifft. Diese soll fast bis zum Boden reichen und im letzten Drittel einen seitlichen Haken( Sichel) haben. Der Kopf ist sehr schmal und der Übergang zum Fang zeigt kaum Stopp. Das Ohr ist ein gefaltetes Rosenohr, das bei Aufmerksamkeit des Hundes leicht vom Kopf abgestellt wird. Der Hals ist ebenfalls lang und seitlich abgeflacht. 

Der Brustkasten soll mächtig sein, trotzdem nicht sehr breit; tief, ohne den Ellenbogen zu erreichen, und sehr lang in der Ausdehnung bis zur 13.Rippe.

Ein weiteres, wesentliches Merkmal ist die leicht konkav verlaufende Rückenlinie und  die konvex verlaufende Lendenpartie.

 

 

Der Galgo- Español ist der einzige Windhund, der sowohl glatthaarig als auch rauhaarig vorkommt.

Die wichtigsten Farben sind neben schwarz unterschiedliche starke Stromungen und verschiedene sandfarbene oder beige Farbtöne.

 

Verhalten und Haltung

 

Wie alle Windhunde ist der Galgo Español im Haus ein ruhiger, entspannter und überaus angenehmer Zeitgenosse, der die Bequemlichkeit schätzt.

Fremden gegenüber verhält er sich oftmals zurückhaltend und abwartend. Gibt man ihm etwas Zeit, nimmt er meist von sich aus Kontakt auf. Er möchte aber selbst entscheiden, wer ihn streicheln darf.

Vom Wesen her neigt er zur Vorsicht und Zurückhaltung ( siehe Standard). Deshalb sollte man ihn sorgfältig mit allen Lebenssituationen und fremden Menschen bekannt machen.

Er bindet sich sehr eng an seine Besitzer und ist meist verträglich mit anderen Hunden. Ein Galgo läßt sich verhältnismäßig gut mit dem nötigen Einfühlungsvermögen über positive Verstärkung erziehen.

 

Er benötigt keine stundenlange Spaziergänge, sondern möchte sich intensiv in vollem Laufe austoben, um dann wieder auf dem Bett oder der Couch Siesta zu halten.

Für eine Haltung im Zwinger oder in Zimmerboxen ist der Galgo nicht geeignet, er möchte in enger Verbundenheit mit seinen Menschen leben.

Man kann den Galgo problemlos in einer Stadtwohnung halten, wenn man für genügend Bewegung im Freilauf sorgt. 

 

Jagdtrieb:

 

Die größte Herausforderung in der Haltung eines Galgos stellt wohl sein Jagdtrieb dar.

Galgo sind Jagdhunde, die sämtliche Sequenzen des Jagdverhaltens, vom Aufspüren, dem Verfolgen bis zum Töten der Beute beherrschen.

Man muß sich im Klaren sein, dass kein ein noch so gut trainiertes Abbruchsignal bei Wildsichtung funktionieren wird.

Auch ein Galgo, der niemals gejagd hat, wird bei Wildsichtung seiner Jahrhunderte alten genetischen Veranlagung folgen.

Freilauf ist nur in wildarmen Gebieten ohne Straßen, Zäune, Eisenbahnstrecken und natürlich Jäger möglich. Er kann sehr schnell sehr weite Strecken zurücklegen. Dies kann bedeuten, wenn man kein geeignetes Gelände in der Nähe zur Verfügung hat, dass man weite Anfahrten auf sich nehmen muss, um dem Galgo den benötigten Freilauf zu ermöglichen.

Desweiteren bieten Coursings oder auch die Rennbahn dem Galgo und deren Besitzern eine gute Möglichkeit, den Jagdtrieb in kontrollierten Bahnen ausleben zu lassen.

 

 

 

 

 San Agustin del Guadalix Cascaya in Lorch beim Rennen

 

 

 " Ein Hund kann in deine Seele blicken, aber ein Windhund wird von ihr Besitz ergreifen".